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Homöopathie in der Tiermedizin

Homöopathie

Die Homöopathie

Klassische Homöopathie in der Tiermedizin

Die klassische Homöopathie eignet sich für alle akuten und chronischen Krankheitsprozesse, soweit eine Regeneration möglich ist. Im chronischen Krankheitsfall ist eine ausführliche Anamnese erforderlich, um das entsprechende Medikament zu finden. Dieser Krankheitsbericht muss nicht nur die derzeitigen Symptome beinhalten, sondern auch möglichst viele Daten aus der Vergangenheit des Tieres und seines Umfeldes aufweisen. Auf diese Weise wird das Konstitutionsmittel in der klassischen Homöopathie ermittelt. Die Verabreichung des Medikamentes in Globuliform ist sehr einfach und wird von jedem Tier akzeptiert.

Die Erhebung des individuellen Krankenbildes beinhaltet eine detaillierte Anamnese unter Berücksichtigung aller körperlichen und seelischen Symptome des Patienten. Von besonderem Interesse sind dabei die individuellen, ungewöhnlichen und auffallenden Symptome. Auch Erkrankungen in der Vergangenheit sowie bestimmte Vorlieben und Abneigungen können dem Therapeuten wichtige Informationen geben. Anhand der Symptome wird das ähnlichste Arzneimittel der klassischen Homöopathie ausgewählt, das Simile

Zu Beginn der Behandlung kann eine Erstreaktion auftreten. Sie zeigt eine übersteigerte Reaktion des Patienten auf eine Arznei, welche seinem ursprünglichen Leiden ähnlich ist. Das Allgemeinbefinden des Patienten darf durch diese Erstverschlimmerung jedoch nicht beeinträchtigt werden. Durch den Einsatz von Hochpotenzen kann man die Reaktion oftmals in ihrer Ausprägung mindern. Diese Erstverschlimmerung tritt nur über einen kurzen Zeitraum auf und ist nicht therapiebedürftig.

Wie sieht das jetzt konkret in der Praxis aus?

Die Erstanamnese dauert meist zw. 1 und 1 ½ Stunden. Zuerst erfolgt der Spontanbericht, worin alle momentan für das Tier wichtige Krankheitssymptome aufgelistet werden. Das geht manchmal etwas wirr durcheinander, macht aber nichts, zum Schluss wird alles chronologisch sortiert.

Wichtig ist, dass Symptome auf verschiedenen Ebenen angesprochen werden. Es sollten körperliche Symptome wie z.B. Durchfall, Lahmheiten, Juckreiz etc, aber auch Allgemeinsymptome. Diese beinhalten unter anderem: mag keinen Regen /geht nicht bei Regen raus.

Wichtig sind auch so genannte Geistes- und Gemütssymptome. Das ist eigentlich die größte Sparte, weshalb das Tier zur klassischen Homöopathie vorgestellt wird. Aber allein auf diese emotionalen Problematiken kann nicht therapiert werden, da die klassische Homöopathie den Patienten im gesamten anspricht und nicht einzelne Symptome bekämpft.

Während dieser Anamnese darf sich der Patient mehr oder weniger frei in der Praxis bewegen. Dabei kann man häufig bestimmte Verhaltensweisen direkt beobachten. Wenn ich das Tier vorher noch nicht in Behandlung hatte, folgt nach der Anamnese die allgemeine Untersuchung des Tieres. Das geht meist sehr gut, da die Patienten durch das freie Bewegen in der Praxis häufig sehr entspannt sind.

Der praxiseigene Hund fördert auch noch diese stressfreie Situation. Bei Katzenpatienten ist sie nicht zugegen Lächelnd.

Nach der Anamnese werden die Symptome gewichtet und ausgewertet, die so genannte Repertorisation. Aufgrund der Materia medica wird das geeignete Medikament für den Patienten gewählt.

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Welche Potenzen werden eingesetzt?

Im Normalfall werden Hochpotenzen verwendet: C 200, C 1000, LM.Bei den LM Potenzen besteht der Vorteil darin, dass ich sie zeitgleich zu einer (noch) bestehenden schulmedizinischen Behandlung anwenden kann.

Während einer klassisch homöopathischen Therapie sollten keine Impfungen, Wurmkuren durchgeführt werden, auch Zecken- und Flohprophylaxe sollte unterbleiben.

Wie lange wirkt das gewählte Medikament?

Meist wird ein Zeitrahmen von 35 Tagen veranschlagt, in der das Medikament seine Wirkung entfalten soll. Wichtig ist, dass ich eine Rückmeldung der Patientenbesitzer bekomme. Denn nur mit Informationen kann ich arbeiten: Habe ich das richtige Medikament ausgewählt? Stimmt die Potenz?  Ist ein Folgemittel notwendig ?

Wenn ich keine Rückmeldungen bekomme gehe ich immer davon aus, dass alles in Ordnung ist und meine Medikation richtig ist.

Trotzdem ist es in den seltensten Fällen so, dass eine einmalige Gabe der Globuli ausreicht. Eine weitere Medikation erfolgt, wenn eine Besserung eingetreten ist, aber noch keine Ausheilung erfolgt ist.

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© 2017 Tierarztpraxis Karin Bührle - Mühlacker-Enzberg