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Neuraltherapie in der Tiermedizin

Therapie

Die Neuraltherapie

Jedes Jahr werden von verschiedenen Institutionen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten, aus denen sich jeder praktische Tierarzt, und selbstverständlich auch jede praktische Tierärztin, raussuchen, was für die jeweiligen Praxen sinnvoll ist.

Anfang November 2013 wurde ein Seminar „Neuraltherapie“ angeboten, welches hochinteressant war und vor allem in der täglichen Praxis sehr gut und relativ einfach einsetzbar ist.

Was kann mittels Neuraltherapie behandelt werden?

Eigentlich jede Erkrankung, die regenerativ ist. Das bedeutet, der Körper wird angeregt, sich selbst zu helfen. Es sind beispielsweise chronische Magen-Darm-Erkrankungen, Urininkontinenz, Darmatonie und dergleichen.

Was ist die gängige Indikation in der täglichen Praxis?

Schmerztherapie bei Arthrosen, Hüftgelenksdysplasie, Muskel- und Sehnenerkrankungen, Wirbelsäulenproblematiken mit und ohne nervale Ausfallserscheinungen.

Was genau wird getan?

Bei der Neuraltherapie wird ein Lokalanästhetikum injiziert. Verwendet wird vorwiegend ein 1%iges Lidocain. Das wichtige an der Neuraltherapie und damit auch der ganz große Unterschied zu einer reinen Lokalanästhesie ( Injektion eines Lokalanästhetikums an einer bestimmten Stelle, um eine kurzfristige Schmerzausschaltung genau an dieser Stelle zu erreichen ) ist, dass die Neuraltherapie eine deutlich längere (Nach)Wirkung hat, als es durch die reine Wirkung des Lokalanästhetikums erklärlich wäre.

Wie wird das Medikament verabreicht?

  • Quaddelung: Bei der Quaddelung wird eine geringe Menge des Medikamentes in die Haut gespritzt, dabei entsteht ein kleiner Knubbel, eben die Quaddel

  • Infiltration: Bei der Infiltration wird das Medikament tiefer ins Gewebe appliziert. Beispielsweise in einen Muskel, an die Knochenhaut oder an Narben
Welche Bereiche werden behandelt?

Wenn eine Lahmheit beispielsweise an der Vorderextremität vorliegt, werden die schmerzhaften Stellen durch Palpation aufgesucht. Das können bestimmte Knochenpunkte sein, aber auch Muskelbereiche, Bänder und Sehnen. Meist sind auch bestimmte Triggerpunkte auffindbar, das können auf Druck schmerzhafte Akupunkturpunkte sein.

Die Therapie richtet sich nach den aufgefundenen schmerzhaften Stellen. Oftmals muss auch ein Muskel in seiner ganzen Länge palpatorisch verfolgt werden. Wenn der Ansatz am Knochen schmerzhaft ist, muss auch der Ursprung dieses Muskels untersucht  und evtl. behandelt werden, auch wenn dieser an einer weiter entfernten Stelle am Körper ist.

Ob Quaddelung oder Infiltration wird dann je nach Befund entschieden.

Wie lange dauert so eine Therapie?

Je nach dem wie lange das Problem schon besteht und wie erheblich die Befunde sind werden mehrere Behandlungen vorgenommen werden müssen.

Die Therapie selbst ist im Normalfall nicht das aufwendige, sondern die das Auffinden der veränderten Bereiche und damit die Diagnosestellung. Nach erfolgter Diagnose kann meist eine Prognose hinsichtlich der Behandlungsintervalle gegeben werden. 

© 2017 Tierarztpraxis Karin Bührle - Mühlacker-Enzberg