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Der Arthrosepatient

Arthrose

Der Arthrosepatient

Arthrosepatienten sind in der Praxis vielfach vertreten. Meist fällt die Problematik erst ab dem Erwachsenenalter auf, aber auch schon Welpen und Junghunde können Gelenksprobleme haben, die unbehandelt unweigerlich in Arthrosebildung enden.

Jungtier

Es gibt Rassedispositionen für bestimmte Gelenkerkrankungen, d.h., der Schäferhund neigt zu Hüftgelenksproblemen, der Labrador zu Ellenbogengelenksproblemen.

Leider kann man das nicht mehr so pauschalisieren, da zwar eine genetische (vererbte) Anlage sicherlich eine Rolle spielt, aber mit entscheidend ist die Fütterung und Bewegung in der Aufzuchtsphase bis der Hund ca. 1,5 Jahre alt ist. Es ist durchaus möglich, eine Ellenbogengelenksproblematik durch zu kalorienreiche Fütterung und falsche Beanspruchung des Hundes als Jungtier hervorzurufen.

In meiner Praxis werden die Junghunde spätestens mit 12 Wochen zur Impfung vorgestellt. Zu diesem Zeitpunkt kann man schon recht gut erkennen, ob Probleme der Gelenke zu erwarten sind. Der Fokus wird auf Fütterung, Verlauf von Gewichtszunahme und Wachstum sowie körperliche Beanspruchung gelegt. Röntgenologisch gibt es beim Jungtier bis zur 16. Lebenswoche eine Aussage über eine genetisch bedingte Hüftgelenksdysplasie. Das ist die sogenannte Frühdiagnostik auf HD. Danach ist aufgrund von Wachstumsfugen eine genaue Typisierung der HD nur bedingt möglich, eine gröbere Einschätzung Richtung minimal oder hochgradig ist aber jederzeit diagnostizierbar. Ab einem Alter von 1,5 Jahren ist eine ganz genaue Eingliederung der Hüftgelenksdysplasie von A bis D problemlos machbar. Auch bei der Ellenbogengelenksdysplasie und anderen Gelenkveränderungen kann ab dem Alter von 1,5 Jahren eine eindeutige Diagnose gestellt werden.

Erwachsenes Tier

Das erwachsene Tier wird meist aufgrund von Lahmheiten, Schonhaltungen oder Schmerzhaftigkeiten in der Praxis vorgestellt. Durch Abtasten und einer Gangbildanalyse kann eine Diagnose vorsichtig gestellt werden, durch Röntgen wird diese dann verifiziert.
Therapeutisch kann bei Arthrosen eine Optimierung der Fütterung und Bewegung des Hundes sehr hilfreich sein, vor allem dann, wenn  das Tier übergewichtig ist.

Nahrungszusätze unterstützen die Gelenkfunktion, so dass viele Arthrosepatienten nicht unbedingt mit Schmerzmittel behandelt werden müssen, aber in schwereren Fällen kommt nach nicht immer um solche Medikamente herum.
Weiterhin unterstützt eine pyhsiotherapeutische Behandlung die Gelenkfunktion erheblich. Viele Übungen können Sie nach erfolgter Anleitung zu Hause selber mit Ihrem Hund durchführen.
Ebenso sind Bioresonanz- und/oder Magnetfeldtherapie ausgezeichnete Möglichkeiten Schmerzen zu lindern und Gelenke wieder beweglicher zu machen. Als operativer Eingriff wäre noch die Goldimplantation zu nennen, die eine Schmerzausschaltung zur Folge hat und damit dem Tier die Möglichkeit gibt, das veränderte Gelenk so gut wie möglich wieder zu belasten.

Älteres Tier

Bei älteren Tieren mit Bewegungseinschränkungen sind die Besitzer oftmals der Meinung, dies sei aufgrund des Alters des Hundes. Oftmals ist es aber einfach nur ein Anzeichen von Schmerz. Meist kann man nach kurzer sinnvoller Therapie schon erkennen, dass das Tier wesentlich besser belastbar ist und auch wieder mehr am Leben teilnimmt. Oftmals erzählen die Besitzer: „Jetzt bringt er mir wieder seinen Ball, das hat er schon ewig nicht mehr gemacht“. Therapeutisch kann man auch beim älteren Tier aus dem Vollen schöpfen und ist nicht auf Schmerzmittel als alleinige Therapieform angewiesen.

Das Pferd

Beim Pferd verhält es sich nicht viel anders als bei Hund und Katze, außer dass bestimmte Gelenke nur sehr schwer zu röntgen sind und dies deshalb nicht einfach routinemäßig gemacht wird wie z.B. das HD Röntgen des Hundes. Bei einer Ankaufsuntersuchung werden meist nur die unteren Extremitäten geröntgt.

Auch beim Pferd können Veränderungen schon im Fohlenalter erkannt werden, auch hier sollte auf eine artgerechte Haltung und Fütterung wert gelegt werden. Auch Wachstum und Gewicht des Fohlens ist maßgebend für die Entwicklung gesunder Gelenkfunktionen.

Gelenkprobleme zeigen sich in Lahmheiten, können aber auch Lustlosigkeit, steifen Gang und Stolpern auslösen.
Gelenksprobleme können in jedem Alter und bei jeder Beanspruchung auftreten und wie beim Hund sollte auch hier Haltung, Fütterung und Bewegung des Pferdes optimiert werden.
Therapeutisch können genau wie beim Hund alle Register gezogen werden, auf keinen Fall sollte das Tier einfach auf der Koppel „vergessen“ werden, das würde nur Muskelabbau und Schonhaltung nach sich ziehen.

© 2017 Tierarztpraxis Karin Bührle - Mühlacker-Enzberg