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Roh füttern (barfen) des Hundes

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Roh füttern (barfen) des Hundes

Roh füttern heißt, dass die Futterbestandteile, die ich meinem Hund verfüttere nicht industriell aufbereitet und nur grob maschinell bearbeitet sind (gewolft, püriert). Andererseits heißt es aber auf keinen Fall, dass ich dem Tier nur rohes Fleisch anbiete!

Wichtig an der Zubereitung einer Mahlzeit ist die Ausgewogenheit an reinem Fleisch, Innereien, Knorpel- und Knochenanteilen, Gemüse, Salat, Obst.

Warum ernähre ich meinen Hund roh?

Prinzipiell ist roh füttern eine sehr gesunde Art der Nahrungsaufnahme und kann bei jedem Hund jeden Alters durchgeführt werden

In meiner Praxis werden vorwiegend Patienten mit Allergien und Übergewicht roh gefüttert, aber auch Arthrosepatienten oder Hunde mit Stoffwechselerkrankungen wie z.B. Leber- oder Niereninsuffizienz und Störungen der Bauchspeicheldrüse.

Ein großer Aspekt ist auch die Zahnsteinproblematik. Nach Zahnsanierung kann mit entsprechender Knochen- und Knorpelfütterung Neubildung von Zahnstein  entscheidend gemindert werden. Auch bei schon bestehendem Zahnstein zeigt sich eine deutliche Rückbildung des Belages.

Wenn Ihr Hund abnehmen soll haben Sie es mit der Rohfütterung am leichtesten, da das Tier nicht hungern muss. Sie können die Ration so gestalten, dass Ihr Hund trotz (deutlich) weniger Kalorienzufuhr mit der Futtermenge zufrieden ist.

Was füttere ich?

Der entscheidende Faktor an der Rohfütterung ist die Ausgewogenheit. Sie sollten in einem Zeitrahmen von 14 Tagen sowohl Muskelfleisch als auch Innereien, Gemüse, Obst, Salat und Knochen anbieten. Zum Beispiel kann 1 Tagesration aus Herz, Gurgel/Schlund und Gemüse bestehen, die nächste aus Pansen, fleischigem Knochen und Obst.

Ich persönlich verzichte grundsätzlich auf Getreide in meiner Fütterung, da sowohl Allergiker als auch Arthrosepatienten damit massiv Probleme haben.

Welche Menge muss ich füttern?

Eine grobe Berechnung der Futtermenge erfolgt über das Körpergewicht. Dabei sollte aber mehreres beachtet werden wie z.B.:
  • Alter des Hundes
  • Kastriert ja oder nein
  • wie stark wird das Tier körperlich belastet
  • ist der Hund gesund oder krank
  • hat das Tier Übergewicht

Die meisten Mengenangaben in der Literatur sind zu hoch angesetzt.
Auch wird nicht immer deutlich, ob die Fleischangaben sich auf reines Muskelfleisch beziehen oder ob schon die Knorpel- und Knochenstrukturen mit einberechnet sind.
In meiner Praxis sind das die häufigsten Fehlerquellen, so dass die Ration sehr stark eiweißhaltig ist und Knorpel/Knochen deutlich zu wenig verfüttert werden.

Ist diese Form der Fütterung sehr aufwendig?

Jein Lächelnd
Prinzipiell gibt es 2 Möglichkeiten des Einkaufes: Entweder regelmäßig frisch beim Metzger holen oder auf gekühlte Waren zurückgreifen. Wenn Sie sowieso für Ihre Familie regelmäßig frische Waren einkaufen, können Sie das Futter für den Hund gleich mitbesorgen.

Ansonsten gibt es mehrere sehr gute Firmen, die gewolftes Fleisch und Innereien gekühlt versenden. Dann ist es natürlich sinnvoll, wenn Sie eine große Gefriertruhe haben um das Futter lagern zu können.
Das Gemüse/Obst und der Salat sollte frisch püriert werden, kann aber im Kühlschrank auch gut mehrere Tage aufbewahrt werden, wenn Sie mehr als für einen Tag vorbereiten wollen.
Aber klar, diese Mühe des Einkaufens und Verarbeitens muss ich mir natürlich machen, wenn ich roh füttern möchte.

© 2017 Tierarztpraxis Karin Bührle - Mühlacker-Enzberg